Fest & Alltag
Hofmobiliendepot ∙ Möbel Museum Wien
Im Hofmobiliendepot ∙ Möbel Museum Wien, einer der größten Möbelsammlungen der Welt, sind Fest und Alltag das zentrale Thema der Franz Joseph-Ausstellung. Die bescheidenen persönlichen Ansprüche und die „papierene Existenz“ des in bürokratischer Pflichterfüllung gefangenen Monarchen standen in starkem Kontrast zum repräsentativen Aufwand, den der Wiener Hof bei offiziellen Hofreisen und großen Festlichkeiten betrieb.
Ein weiteres Thema dieses Ausstellungsteiles ist die Entstehung des Mythos des Langzeitmonarchen, der über den Untergang der Donaumonarchie hinweg wirken sollte. Beginnend mit der „Errettung“ des Kaisers beim misslungenen Attentatsversuch 1853, das man geschickt zur Verbesserung seines Images zu nutzen wusste, spannt sich der Bogen über die Weltausstellung 1873, die Silberhochzeit des Kaiserpaares 1879, die Millenniumsfeiern in Ungarn 1896 bis zu den Kaiserjubiläen 1898 und 1908. Die Allgegenwart des Kaisers in Form von Porträts, Denkmälern und anderen Medien, die für seine „virtuelle“ Präsenz selbst in den entlegensten Teilen der Donaumonarchie sorgten, trugen ebenfalls zu dieser Stilisierung bei. Bedingt durch den technischen Fortschritt während seiner Lebenszeit war Franz Joseph auch der erste Kaiser in „Bild und Ton“.
Standort Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien: ca. 570 m² mit ca. 175 Exponaten









