Die Standorte

Über die Ausstellung

 

 

Am 21. November 2016 jährt sich zum 100. Mal der Todestag Kaiser Franz Josephs, der die Habsburgermonarchie 68 Jahre lang regiert hatte. Mit 18 Jahren zur Herrschaft gekommen, wurde er zunehmend zu einem Symbol der Habsburgermonarchie und ihres Zusammenhalts. Seine Politik allerdings ließ viele der Probleme dieses komplizierten Staates ungelöst und trug damit in langer Sicht zu dessen Scheitern bei. Die sozialen, nationalen und politischen Spannungen wurden vom Glanz des Kaisertums und von der großartigen Kultur der Jahrhundertwende, die heute weltweite Beachtung findet, im Rückblick auf die franzisko-josephische Epoche überdeckt.

 

 

In diesem Spannungsfeld hat sich die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien dazu entschieden, anlässlich des Todestags eine Ausstellung an vier Standorten zu veranstalten, die die unterschiedlichen Facetten Franz Josephs ins Licht rückt. Die Kuratoren Univ. Prof. Dr. Karl Vocelka und Dr. Mario Döberl spannen dabei den Bogen vom Kaiser als Privatperson und Herrscher im Schloß Schönbrunn über eindrucksvolle Kutschen und Kleidern in der Kaiserlichen Wagenburg Wien, den Alltag am Hof im Hofmobiliendenpot ● Möbel Museum Wien, bis hin zur Jagdleidenschaft des Kaisers in Schloss Niederweiden (NÖ). Gezeigt werden die Exponate der Ausstellungen in einer von Architekt Erich Woschitz perfekt in Szene gesetzten Ausstellungsarchitektur, die auf die Besonderheiten der einzelnen Standorte eingeht.

 

 

Zum 100. Todestag des Kaisers öffnet Schloß Schönbrunn mit den sogenannten „Weißgoldzimmern“, „Berglzimmern“ und dem „Kronprinzenappartement“ Bereiche, die sonst nicht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Damit wird das östliche Erdgeschoß von Schloß Schönbrunn zum ersten Mal in seiner Gesamtheit zu sehen sein.

 

 

Das bisher nur an den Wochenenden geöffnete kaiserliche Jagdschloss Niederweiden im Marchfeld wird während der Dauer der Sonderausstellung täglich zu besichtigen sein und ermöglicht so einem größeren Besucherkreis den Zugang. Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm zur Ausstellung führt auch in die einmalige barocke Wildküche des Jagdschlosses, bei der ein kaiserliches Jagdmenü genossen werden kann.

 

 

 


 

 

Kuratoren der Ausstellung:

Für die Standorte Schloß Schönbrunn, Hofmobiliendepot  Möbel Museum Wien und Schloss Niederweiden:

Univ. Prof. Dr. Karl Vocelka

 

Ausstellungskoordination und Assistenz:

Mag. Martin Mutschlechner, Abteilung Forschung und Dokumentation der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB)

 

Für den Standort Kaiserliche Wagenburg Wien:

Dr. Mario Döberl

 

Ausstellungsarchitektur:

Architekt Erich Woschitz

 

Die Franz Joseph-Ausstellung in Zahlen:

Schloß Schönbrunn: ca. 680 m² mit ca. 280 Exponaten

Kaiserliche Wagenburg Wien: ca. 640 m² mit ca. 165 Exponaten

Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien: ca. 570 m² mit ca. 175 Exponaten

Schloss Niederweiden: ca. 380 m² mit ca. 100 Exponaten